Kabinettsausschuss Ländlicher Raum setzt auf innovative Lösungen / Übergabe eines Förderbescheids an das Gesundheitsnetz Süd eG GNS aus Ehingen/Donau

Minister Peter Hauk MdL und Minister Manne Lucha MdL:
„Mit dem Projekt zur IT-unterstützten Flächenversorgung in der Lungenheilkunde kommen wir in der fachärztlichen Versorgung im Ländlichen Raum einen guten Schritt voran“

„Aufgabe des Kabinettsausschuss Ländlicher Raum ist es, zukunftsfähige Lösungen für einen starken Ländlichen Raum zu entwickeln. Dabei geht es auch um eine gute medizinische Versorgung der Menschen auf dem Land nicht nur mit Hausärzten, sondern auch um die Erreichbarkeit entsprechender Fachärzte. Mit dem Projekt zur IT-unterstützten Flächenversorgung in der Pneumologie soll durch den Einsatz digitaler Instrumente die Versorgung mit Lungenfachärzten verbessert werden“, sagte der Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk MdL, in seiner Funktion als Vorsitzender des Kabinettsausschusses Ländlicher Raum in Stuttgart.

 

„Die Zahl der Lungenfachärzte in Baden-Württemberg ist begrenzt. In Baden-Württemberg sind derzeit 96 Pneumologen ärztlich tätig, davon 44 ambulant, 53 stationär. Folglich befinden sich die insgesamt wenigen Praxisstandorte in den Groß- oder Mittelstädten des Landes“, erklärte Minister Hauk. Dies führe mitunter zu entsprechend langen Wegen für die Patienten auf dem Land. Schon heute müssten diese teilweise weite Wegstrecken von bis zu 100 Kilometern für den Besuch eines Lungenfacharztes auf sich nehmen. „Vorteile und Nutzen des Projektes liegen auf der Hand: optimale Nutzung ärztlicher Ressourcen, bestmögliche Abstimmung der Versorgungsprozesse sowie eine verbesserte Erreichbarkeit. Dabei erstreckt sich die Gebietskulisse auf das gesamte Land“, erklärte Peter Hauk.

 

„Das Projekt strukturiert die Versorgung und Betreuung von Asthma- und COPD-Patienten in Baden-Württemberg neu. Die Kommunikation zwischen Hausarzt, Facharzt und Patient wird verbessert, die begrenzten Kapazitäten der Lungenfachärzte werden optimiert genutzt, ohne dass dabei der Versorgungsauftrag in irgendeiner Form leidet. Dies trägt insbesondere im Ländlichen Raum zur Versorgungssicherung bei“, erklärte der Minister für Soziales und Integration, Manne Lucha MdL. Sofern das Projekt im Bereich der Lungenfachärzte erfolgreich verlaufe, könne es auch auf andere Krankheits- oder Indikationsgebiete erweitert werden. Diesen Aspekt werde man im Rahmen der Evaluation des Projektes genauer beleuchten.