Abschluss der Flurneuordnung Walldürn-Wettersdorf (Ortslage)

Minister Peter Hauk MdL: „Das Flurneuordnungsverfahren WalldürnWettersdorf ist ein gelungenes Gesamtwerk mit vielen Verbesserungen für Landwirtschaft, Gemeinde, Natur und Umwelt“

„Das Flurneuordnungsverfahren Walldürn-Wettersdorf ist ein gelungenes Gesamtwerk mit zahlreichen Maßnahmen und Verbesserungen für Landwirtschaft, Gemeinde, Natur und Umwelt“, sagte der Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk MdL, am Freitag (23. Juni) in Walldürn (NeckarOdenwald-Kreis) anlässlich der Abschlussfeier der Flurneuordnung WalldürnWettersdorf (Ortslage). Das dortige Flurneuordnungsverfahren sei mit dem Ziel angeordnet worden, die innerörtlichen Verhältnisse in Wettersdorf neu zu gestalten.
„In enger Zusammenarbeit mit dem Vorstand der Teilnehmergemeinschaft als Vertreter der Grundstückseigentümerinnen und -eigentümer, der Kommune und der Flurneuordnungsverwaltung wurden mit dem Instrument Flurneuordnung maßgeschneiderte Lösungen erarbeitet und erfolgreich umgesetzt“, erklärte der Minister. So seien die Verkehrsverhältnisse in der Ortslage durch Bodenordnung und Ausbau bestehender Straßen spürbar verbessert worden. Neben der Überführung nahezu aller Ortsstraßen in öffentliches Eigentum seien auch Grenzen privater Grundstücke gemeinsam mit den Eigentümerinnen und Eigentümern so verändert worden, dass Nutzungskonflikte aufgelöst wurden.
Neben den innerörtlichen Maßnahmen seien die land- und forstwirtschaftlichen Gewanne um Wettersdorf durch ein zeitgemäßes Wegenetz verbessert worden. „Mit Blick auf die verheerenden Unwetter im Jahr 2016 in Baden-Württemberg wurde in
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Wettersdorf neben dem Wegebau auch Wert auf die Ableitung des Oberflächenwasser gelegt“, betonte Minister Hauk. Die Erweiterung des bestehenden Einlaufbauwerks am Aschenbach, die neu angelegten Gräben und die großflächige Anpassung der Bewirtschaftungsrichtung zum Erosionsschutz seien Belege hierfür. Darüber hinaus seien der Stadt Walldürn Gewässerrandstreifen für einen besseren Gewässerschutz sowie zur Biotopvernetzung zugeteilt worden.
Bei der Planung seien Landschaftselemente berücksichtigt und Eingriffe in ökologische sensible Bereiche auf ein Minimum reduziert worden. Durch gezielte Pflanzungen seien darüber hinaus Verbundstrukturen und neue Lebensräume für die Tier- und Pflanzenwelt geschaffen worden.
„In diesem Flurneuordnungsverfahren wurden Maßnahmen im Umfang von insgesamt rund 825.000 Euro umgesetzt. Neben Fördermittel in Höhe von etwa 560.000 Euro haben im Wesentlichen die Stadt Walldürn und die Teilnehmergemeinschaft rund 260.000 Euro beigesteuert. Mit Blick auf die Entwicklung des Ländlichen Raums ist das gut angelegtes Geld“, sagte Hauk.