Minister Hauk soll den Bauern helfen

Oberes Wiesental (pele). Aus Sorge um die Höhenlandwirtschaft wenden sich die Bürgermeister des Gemeindeverwaltungsverbands Schönau (GVV) jetzt mit einem Schreiben an Peter Hauk, Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz. In dem Schreiben des GVV wird dargelegt, dass in der hiesigen Region immer mehr Landwirte mit ihrer Arbeit aufhören. Und die Landwirte, die die in Deutschland […]

Oberes Wiesental (pele). Aus Sorge um die Höhenlandwirtschaft wenden sich die Bürgermeister des Gemeindeverwaltungsverbands Schönau (GVV) jetzt mit einem Schreiben an Peter Hauk, Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz.

In dem Schreiben des GVV wird dargelegt, dass in der hiesigen Region immer mehr Landwirte mit ihrer Arbeit aufhören. Und die Landwirte, die die in Deutschland einmaligen Allmendweiden noch bewirtschaften, würden um ihre Existenz bangen. „Es besteht die Angst, dass immer mehr Fördergelder wegfallen“, heißt es in dem Schreiben.

Drei Punkte werden konkret von den Bürgermeistern angesprochen: Zum einen die neue Heidekraut-Abgrenzung. Offenbar sollen Flächen, die größer als 100 Quadratmeter und etwa mit Heidekraut bewachsen sind, aus der landwirtschaftlichen Nutzfläche (Bruttofläche) herausgenommen werden. Die Konsequenz sei, dass die Landwirte für diese Flächen keinen Zahlungsansprüche, Betriebsprämien und Förderungen mehr bekommen. Laut EU-Recht könnten diese Flächen aber in der Bruttofläche bleiben, wofür ein bestimmter Code angewendet werden könne, der in Stuttgart hinterlegt werden müsste. Im GVV gebe es viele Flächen, die davon betroffen sind, weshalb die Bürgermeister darum bitten, dass dieser Code hinterlegt und bei der Berechnung berücksichtigt wird.

Beim zweiten Punkt handelt es sich um die Steillagenverordnung. Im GVV gebe es Landwirte, die bis zu 80 Hektar Steillagen bewirtschaften, und diese müssten nach der aktuellen Staffel-Regelung (De-minimis) auf viel Geld verzichten. Vorgeschlagen wird, diese auf 15 000 Euro gedeckelte Beihilfe auf 30 000 Euro zu erhöhen. Es müsse vermieden werden, dass noch mehr Landwirte aufgeben und schöne, gepflegte Täler einfach zuwachsen, heißt es in dem Schreiben.

Dritter Punkt ist die Düngeverordnung. Zwar werde das Düngerecht auf Bundesebene gemacht, gleichwohl sei es nicht sinnvoll, alle Bereiche gleich zu behandeln. Landwirte, die ihre Betriebe in der Höhenlage betreiben, müssten die Gülle und den Festmist ausbringen, wenn es das Wetter zulässt. Erfahrungsgemäß könne in der hiesigen Gegend weit in den Dezember hinein der Festmist ausgebracht werden, während dies im Februar/März witterungsbedingt eher nicht möglich ist. „Deshalb wäre es für unsere Region wichtig, dass Ausnahmeregelungen getroffen werden können“, heißt es in dem Schreiben. Der GVV bittet Minister Hauk, sich in Berlin für eine solche Ausnahmeregelung stark zu machen.

 

aus: http://www.verlagshaus-jaumann.de/inhalt.schoenau-minister-hauk-soll-den-bauern-helfen.5cf8e8d8-859e-4e37-ba93-d0ef3ecf8b17.html [zugegriffen am 31.03.2017].