SWR Tagesgespräch mit Peter Hauk (CDU) – Brexit trifft deutsche Bauern

Der Minister für Ländlichen Raum, Verbraucherschutz und Landwirtschaft im Gespräch mit Florian Rudolph.

Landwirte müssten sich auf weniger Hilfen aus dem EU-Agrarbudget einstellen, weil mit Großbritannien ein Nettozahler wegfällt, sagte Hauk dem SWR.

Das komplette Interview finden Sie unter http://www.swr.de/swr2/programm/sendungen/tagesgespraech/swr-tagesgespraech-mit-peter-hauk-cdu-brexit-trifft-deutsche-bauern/-/id=660264/did=18662530/nid=660264/ul3ti1/ [zugegriffen am 31.03.2017].

Der Austritt Großbritanniens aus der EU hat unabsehbare Folgen auch für deutsche Landwirte. Darauf hat der baden-württembergische Landwirtschaftsminister Peter Hauk im SWR-Tagesgespräch hingewiesen. Hauk, der mit seinen Kollegen von Bund und Ländern an der Agrarministerkonferenz in Hannover teilnimmt, sagte, Folgen für den Export von landwirtschaftlichen Erzeugnissen auf die britischen Inseln könnten durch ein Freihandelsabkommen abgemildert werden, das sowohl Großbritannien, als auch die EU anstrebten.
Gravierender sei, dass mit Großbritannien ein Nettozahler wegfalle und das EU-Agrarbudget schrumpfen werde. Landwirte und EU-Kommission müssten darauf reagieren: sie müssten sich darauf einstellen, das weniger Geld zu verteilen sei. Hauk plädiert dafür, die Kriterien zu verändern: die EU-Mitgliedsländer müssten sich mit Beiträgen von 10 bis 20 Prozent selbst beteiligen. Hauk unterstützt auch den Vorschlag, die Größe landwirtschaftlicher Betriebe zu deckeln. Darüber müsse in den kommenden Monaten gesprochen werden.