„Hilfe zur Selbsthilfe“

Peter Hauk MdL im Gespräch mit dem VdK Neckar-Odenwald

Neckar-Odenwald-Kreis. „Ich wollte einfach erfahren, wo bei Ihnen der Schuh drückt und wie Ihre Arbeit vor Ort ausgestaltet ist“, machte Hauk sein Anliegen deutlich, mit dem er das Gespräch mit dem VdK-Kreisverband gesucht hat. Kreisvorsitzender Karl-Heinz Diemer, Schriftführerin Brigitte Einig und Kassierer Erich Schilling hießen Hauk in der Mosbacher Geschäftsstelle des VdK Neckar-Odenwald willkommen.

 

Peter Hauk MdL im Gespräch mit dem VdK NOK: Kassier E. Schilling, Schriftführerin B. Einig, Kreisvorsitzender K.-H. Diemer.,  P. Hauk MdL

Peter Hauk MdL im Gespräch mit dem VdK NOK: Kassier E. Schilling, Schriftführerin B. Einig, Kreisvorsitzender K.-H. Diemer., P. Hauk MdL

Mit dem Mitgliederstand von rund 5.600 sei man zufrieden. „Dieser ist jedoch immer ein Indikator für die Politik. Steigt der Mitgliederstand, liegt etwas im Argen“, erläuterte Diemer. Denn der VdK habe es sich zur Aufgabe gemacht, die Menschen in sozialrechtlichen Fragen zu beraten und notfalls auch vor Gericht zu vertreten. Aus der Historie heraus habe sich dieses Engagement entwickelt. Zunächst habe man nach Ende des Zweiten Weltkriegs die Interessen der Kriegsversehrten, -beschädigten oder Hinterbliebenen vertreten und nach und nach sich auch für Behinderte und schließlich für alle sozialrechtlichen Fragestellungen geöffnet. „Unser altes Motto gilt dabei immer noch: Wir leisten Hilfe zur Selbsthilfe“, sagte Diemer. So habe man im Jahr 2011 allein in Baden-Württemberg 10.500 abgeschlossene Verfahren und Nachzahlungen in Höhe von knapp 11 Millionen Euro erstritten. „Das sind keine Almosen, sondern Gelder, die den Menschen zustehen“, erläuterte Diemer. Im Neckar-Odenwald-Kreis habe man in diesem Zeitraum 340 Verfahren abgeschlossen.

 

„Wo treten bei Ihnen die meisten Probleme auf, bzw. wo zeigt sich der größte Beratungsbedarf“, zeigte sich Hauk interessiert. Häufig seien es Fragestellungen zum Behindertenrecht wie z. B. die Feststellung des Behindertengrades oder die Zuerkennung von bestimmten Merkzeichen. „Viele Probleme und Gerichtsverfahren haben wir auch mit den Rentenversicherungen sowie den Krankenkassen, die Langzeitkranke aus der Kasse drängen wollen“, zeigte Schilling auf. Langfristig wolle der VdK auch verstärkt um junge Mitglieder werben. „Wir bieten ein umfassendes Programm mit Reisen, Familientagen und Geselligkeit an. In den Ortsvereinen spielt dabei die Musik und das Vereinsleben ist intakt“, entfaltete Einig die Vielfalt des VdK. So seien derzeit 39 Ortsverbände im Kreis aktiv.

 

Am Ende bedankte sich Hauk für die Zeit und das offene Gespräch und Kreisvorsitzender Diemer gab Hauk sodann noch ein Anliegen mit auf den Weg: „Wir brauchen dringend ein bis zwei Behindertenparkplätze vor der Geschäftsstelle. Die Parksituation hat sich seit dem Wegfall der Bleichwiese dramatisch verschlechtert.“